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MPU Abstinenznachweis: Das musst du wissen

Ein Abstinenznachweis ist in der Regel nur bei einer MPU wegen Alkohol oder Drogen erforderlich, nicht bei einer MPU wegen Straftaten oder Punkten. Beim Urinscreening sind entweder vier Kontrollen in sechs Monaten oder sechs Kontrollen in zwölf Monaten üblich. Bei einer Haaranalyse gelten Mindestlängen von etwa 3 Zentimetern für den Alkoholnachweis und rund 6 Zentimetern für den Drogennachweis; gefärbte, getönte oder gebleichte Haare sind dabei ausgeschlossen. Bei einer Alkohol-MPU kann unter Umständen auch kontrolliertes Trinken mit Trinktagebuch statt vollständiger Abstinenz akzeptiert werden.

Kurleiter: Lucas & das Plakos Team

19. August 2026
Nicht jede MPU verlangt einen Abstinenznachweis

Ob überhaupt ein Abstinenznachweis nötig ist, hängt vom Anlass der MPU ab – bei Alkohol und Drogen ja, bei reinen Punkte- oder Straftaten-Fällen in der Regel nein. Wer die genauen Anforderungen an Urinscreening oder Haaranalyse frühzeitig kennt, kann die nötigen Nachweiszeiträume rechtzeitig einplanen.

Inhhaltsverzeichnis

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Warum kann Schlafmangel gefährlich sein, wenn man Auto fährt?

2 / 10

Was bedeutet der Begriff „Risikobewusstsein“ im Straßenverkehr?

3 / 10

Welcher Blutalkoholwert entspricht der Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit?

4 / 10

Wie lange können Drogenspuren nach einmaligem Konsum im Urin nachweisbar sein?

5 / 10

Wie wirkt Cannabis auf die Fahrtüchtigkeit?

6 / 10

Wie solltest Du reagieren, wenn Du im Straßenverkehr gestresst bist?

7 / 10

Wie lange dauert es durchschnittlich, bis 0,1 Promille Alkohol im Blut abgebaut ist?

8 / 10

Welches Organ ist hauptsächlich für den Alkoholabbau verantwortlich?

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Welche Aussage beschreibt einen defensiven Fahrstil?

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Welche Strafe droht bei einem Führerscheinentzug aufgrund von 1,6 Promille Alkohol am Steuer?

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Kursleiter: Lucas Weigerstorfer

Lucas ist seit 2020 Kursleiter bei Plakos. Er absolvierte ein Duales Studium im öffentlichen Dienstund durchlief erfolgreich das Auswahlverfahren.
Seit 2019 betreibt er den YouTube-Kanal Beamtentest Vorbereitung und unterstützt Plakos bei der Erstellung von Online-Inhalten. In den vergangenen Jahren hat er sich ein vielseitiges Wissen in der Erstellung von Video-Kursen und Inhalten zur Wissensvermittlung aufgebaut und spezialisierte sich auf die Vorbereitung auf Prüfungen und Einstellungstests.

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Video: MPU Vorbereitungskurs im Überblick

Im Video erfährst du, wann ein Abstinenznachweis überhaupt nötig ist und welche Unterschiede zwischen Urinscreening und Haaranalyse bestehen.

Der Führerscheinentzug und die Teilnahme an der medizinisch-psychologischen Untersuchung gehen oftmals auch mit einem MPU Abstinenznachweis einher. Die Anzahl ist hier aber eigentlich nicht ganz korrekt, denn es werden gleich mehrere Nachweise über einen längeren Zeitraum verlangt. Doch wie läuft das Ganze konkret ab, wie viele Nachweise sind erforderlich und lässt sich das Ganze möglicherweise auch ohne Abstinenznachweis erledigen? Wir haben uns für dich mit dem Thema detailliert beschäftigt und alle Infos zum Abstinenznachweis für MPU im Folgenden aufgeführt.

MPU Abstinenznachweis

Pflicht oder nicht: Wann werden Abstinenznachweise verlangt?

Die Gründe dafür, weshalb ein Verkehrsteilnehmer an der medizinisch-psychologischen Untersuchung teilnehmen muss, können vielfältig sein. Nicht immer ist es zum Beispiel der Drogenkonsum oder der Alkohol im Straßenverkehr. So kann eine MPU auch wegen Straftaten oder einfach wegen zu vieler Punkte angeordnet werden. In diesen beiden Fällen ist dann in der Regel keine Notwendigkeit für einen Abstinenznachweis vorhanden, so dass dieser nicht notwendig ist. Immerhin lagen die Ursachen für den Entzug der Fahrerlaubnis ganz woanders.

MPU Abstinenznachweis: Wie läuft er ab?

Der MPU Abstinenznachweis wird natürlich nicht Wochen im Voraus angekündigt, sondern ereilt dich immer spontan. Auf diese Art und Weise wird sichergestellt, dass du auch wirklich abstinent bist und nicht etwa nur für ein positives Testergebnis auf Alkohol oder Drogen verzichtest. Durchgeführt werden das Drogenscreening oder der Alkoholtest also immer kurzfristig und in unregelmäßigen Abständen. Worauf du dich aber verlassen kannst, ist die festgelegte Anzahl an Screenings, die durchgeführt wird:

  • Urinscreening: 4 Urinkontrollen in 6 Monaten oder 6 Urinkontrollen in 12 Monaten
  • Haaranalyse: bei einjähriger Drogenabstinenz 4 Haaranalysen, bei einjähriger Drogenabstinenz zwei Haaranalysen

Die Unterschiede in den Zeiträumen resultieren natürlich vor allem aus der Nachweisbarkeit im Blut bzw. Urin. Den Nachweis oder Test hier zu fälschen ist dementsprechend nicht möglich. Möchtest du den Abstinenznachweis bestehen, musst du also für die gesamte Dauer (6 oder 12 Monate) auf Alkohol oder Drogen verzichten. Tust du das nicht, fällt der Test positiv aus und du wirst deinen Führerschein nicht wiederbekommen. Interessant: Für eine Haaranalyse und einen damit verbundenen Test auf Alkoholkonsum kommen nur Haare mit einer Länge von maximal drei Zentimetern in Frage. Beim Drogenkonsum Haare mit einer Länge von rund sechs Zentimetern. Gleichzeitig dürfen die Haare nicht gefärbt, getönt oder gebleicht sein.

Du kannst deinen MPU Abstinenznachweis mittlerweile online beim TÜV oder der Dekra kaufen. Das erleichtert den Ablauf.

Ein Abstinenznachweis braucht Vorlaufzeit – wer früh startet, ist im Vorteil. Der MPU Online-Vorbereitungskurs (Plakos) erklärt dir die Anforderungen an Urinscreening und Haaranalyse verständlich und praxisnah.

MPU ohne Abstinenznachweis bestehen: Ist das möglich?

Es gibt immer wieder Gerüchte darüber, dass sich der Abstinenznachweis zum Beispiel auf 3 Monate verkürzen lässt oder dieser sogar umgangen werden kann. Das stimmt allerdings nur zum Teil. Wer aufgrund eines Vergehens durch Drogenkonsum im Straßenverkehr aufgefallen ist, der muss die MPU bestehen mit Abstinenznachweis. Verkürzen lässt sich der Zeitraum für die Tests ebenfalls nicht. Etwas anders sieht es aber bei einer MPU wegen Alkoholkonsum aus.

Hier kann es unter Umständen sein, dass dem Teilnehmer die Freiheit zum „kontrollierten Trinken“ gegeben wird. Das ist der Fall, weil in unserer Gesellschaft der Drogenkonsum generell nicht verachtet, sondern viel mehr etabliert ist. Ein Schlückchen auf dem eigenen Geburtstag oder an Weinachten wäre dementsprechend drin. Allerdings gilt dann meistens, dass ein sogenanntes Trinktagebuch geführt werden muss, wo die einzelnen Getränke genau aufgeführt werden. Darüber hinaus gilt natürlich auch während dieser Zeit, dass keinesfalls am Straßenverkehr teilgenommen werden darf. Auch nicht dann, wenn nur alkoholfreies Bier konsumiert wurde.

Wer Medikamente einnimmt, muss für diese nicht immer einen Abstinenznachweis vorlegen. Der Grund hierfür dürfte klar sein, denn einige Medikamente können schließlich für den Teilnehmer überlebenswichtig sein.

Fazit: Nachweise in der Regel Pflichtprogramm

Die Richtlinien der MPU sehen im Falle der Drogen- oder Alkohol-MPU ganz klar das Einreichen von Abstinenznachweisen vor – zumindest im Großteil aller Fälle. Lediglich in Ausnahmesituationen kann es sein, dass die Behörde keine Nachweise verlangt und dir zum Beispiel das kontrollierte Trinken ermöglicht. Rund um die Nachweise gilt natürlich, dass diese nicht nachträglich oder rückwirkend erbracht werden können. Du musst beim jeweiligen Termin erscheinen, andernfalls wird dir dies negativ ausgelegt. Unterm Strich gibt es hier also keine Schlupflöcher, keinen doppelten Boden und keine anderen Fluchtwege: Du musst diese Nachweise liefern und schlicht und ergreifend während des Testzeitraums auf Alkohol oder Drogen verzichten.

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