MPU wegen Punkten in Flensburg: Was kommt genau auf mich zu?

Moment mal: Eine MPU wegen Punkten in Flensburg – das gibt es auch? Tatsächlich wissen nur die wenigsten Autofahrer, dass eine medizinisch-psychologische Untersuchung auch dann droht, wenn der Führerschein aufgrund zu vieler Punkte in Flensburg abgegeben werden muss. Doch was genau kommt dann in dieser MPU auf mich zu? Und gibt es Unterschiede zu einer MPU wegen Drogen oder Alkohol am Steuer? Wir haben für dich im Folgenden einmal alle wichtigen Details aufgeführt und zeigen dir ganz genau, was dich im Falle einer MPU wegen Punkten erwartet.

MPU wegen Punkten

Anordnung der MPU: Viele Dinge können die Ursache sein

Tagtäglich rollen unzählige Autos, LKW und andere Gefährte über die deutschen Straßen. Da liegt es natürlich auf der Hand, dass sich die Verkehrsteilnehmer im Sinne der Sicherheit an gewisse Verkehrsregeln halten müssen. Wer diese bricht, muss mit einer Strafe rechnen – im wohl schlimmsten Fall mit dem Führerscheinentzug und einer sogenannten medizinisch-psychologischen Untersuchung. Der MPU. Diese kann verschiedene Gründe haben. Zum einen ein überfülltes Punktekonto in Flensburg, zum anderen gibt es aber auch eine MPU wegen Drogen, Medikamenten oder Alkohol am Steuer. Zwischen den einzelnen Prüfungen gibt es durchaus Unterschiede. Gemeinsam haben alle Prüfungen die Tatsache, dass sie nicht einfach so im Vorbeigehen gemeistert werden können.

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Punkte in Flensburg: Ab wann droht die MPU?

Sämtliche Verkehrssünden, die einen oder mehrere Punkte nach sich ziehen, werden in der „Verkehrssünderkartei“ der Behörden in Flensburg gespeichert. Seit 2014 gilt dabei, dass 8 Punkte in Flensburg zu einem Führerscheinentzug führen. Möglich ist es natürlich auch, direkt mehr als acht Punkte zu erreichen. Auch das wäre dann selbstverständlich gleichbedeutend mit einem Entzug der Fahrerlaubnis. Diese gibt es dann auch erst einmal nicht so schnell wieder, denn als geringste Sperrfrist sieht der Gesetzgeber einen Zeitraum von sechs Monaten vor. Wichtig: Innerhalb dieser Sperrfrisst darf natürlich kein Fahrzeug bedient werden.

Ob die 8 Punkte in Flensburg allerdings wirklich zu einer MPU führen, ist von jedem einzelnen Fall individuell abhängig. Solltest du beispielsweise viele Punkte innerhalb einer kurzen Zeit angesammelt haben, spricht das dafür, dass du dich gegen die Regeln des Straßenverkehrs stemmst – und das führt definitiv zu einer MPU. Anders kann es aber sein, wenn du die Punkte über den Zeitraum von zwei Jahren angesammelt hast und das möglicherweise für unterschiedliche Vergehen. Hier kann die Behörde dann auch gnädig sein und auf eine MPU verzichten.

Gut zu wissen: Die Punkte in Flensburg nach MPU werden wieder auf Null gestellt. Allerdings bleibt in der Abfragedatei der Behörden trotzdem gespeichert, dass du schon einmal deinen Führerschein abgeben musstest.

MPU wegen Punkten: Das kommt auf dich zu

Die MPU wegen Punkten besteht aus mehreren einzelnen Prüfungen. Anders als zum Beispiel bei einer Drogen- oder Alkohol-MPU, verzichtet der Gesetzgeber hierbei aber in der Regel auf Abstinenznachweise. Immerhin bist du nicht wegen eines Konsumvergehens hier, sondern weil du zu schnell gefahren bist, mit dem Handy gespielt hast oder ein anderes Punktevergehen begangen hast. Welche Stationen hier aber trotzdem auf dich warten, siehst du hier:

  • Ausfüllen der Fragebögen und Anmeldung
  • Medizinische Untersuchung
  • Leistungstest/Reaktionstest
  • Verkehrspsychologisches Gespräch

Den Anfang macht die Anmeldung für die MPU, bei der man dir auch gleich ein paar Fragebögen in die Hand geben wird. Diese musst du ausfüllen, was allerdings kein echtes Hindernis darstellen sollte. In der medizinischen Untersuchung wirst du dann hinsichtlich deiner generellen Gesundheit und Fahrtauglichkeit geprüft. Bei einem Punktevergehen ist das eine kurze Angelegenheit, bei einer MPU wegen Drogen oder Alkohol müsstest du hier in unregelmäßigen Abstanden Abstinenznachweise liefern. Ebenfalls durchgeführt wird ein Leistungstest bzw. Reaktionstest, in welchem deine Reaktionsgeschwindigkeit auf dem Prüfstand steht. Den umfangreichsten Teil der MPU macht allerdings das verkehrspsychologische Gespräch aus. Hier musst du einem Verkehrspsychologen glaubhaft vermitteln, dass du deine Fehler eingesehen hast und ein derartiges Verhalten nicht wieder vorkommen wird.

Tipp: Die gute Vorbereitung ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Du solltest dich also rechtzeitig und vor allem intensiv auf deine MPU vorbereiten!

Unterschiede zur MPU wegen Drogen oder Alkohol

Fälschlicherweise denken die meisten Menschen, dass eine MPU wegen Punkten deutlich einfacher zu meistern ist als eine MPU wegen Drogen oder Alkohol. Immerhin kommt es schnell einmal vor, dass man etwas zu zügig unterwegs ist und so ein paar Punkte durch Blitzer-Fotos sammelt. Und der Konsum von berauschenden Mitteln müsste da doch weitaus schlimmer sein oder? Nicht wirklich. Der Gesetzgeber sieht hier nämlich genau eine andere Richtung: Wer immer wieder Punkte in Kauf nimmt, scheint ein echtes Problem damit zu haben, sich an die Straßenverkehrsregeln halten zu können. Eine Alkoholfahrt wiederum ist da ein bisschen schneller passiert. Und das wiederum bedeutet eine erhöhte Schwierigkeit für die MPU. Hier kannst du nämlich nicht mit Hilfe der Abstinenznachweise deine Abstinenz  bzw. eine Verhaltensänderung nachweisen. Stattdessen musst du glaubhaft rüberbringen können, dass du dich geändert hast. Und das funktioniert eigentlich nur dann, wenn dies auch wirklich der Fall ist.

Achtung: Die MPU Kosten gehen schnell in den Tausender-Bereich. Du kannst zwar nach einer gescheiterten Teilnahme einen erneuten Anlauf wagen, musst die Kosten aber natürlich erneut bezahlen.

Fazit: Die Punkte-MPU ist besonders haarig

Wer eine MPU wegen Punkten durchlaufen muss, hat eine echte Aufgabe vor sich und wird seinen Führerschein nicht einfach so ohne weitere Anstrengungen zurückbekommen. Stattdessen sind die Hürden hier höher als bei einer Drogen- oder Alkohol-MPU, weshalb eine intensive Vorbereitung umso wichtiger ist. Nimm diese ganze Sache also auf keinen Fall auf die leichte Schulter, sondern sorge dafür, dass du mit einem guten Gefühl teilnehmen und deine MPU dann auch meistern kannst.


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Bildquellen

  • MPU wegen Punkten: Pixabay