Medikamente als untersch├Ątzte Gefahr im Stra├čenverkehr? Das ist durchaus eine gewagte These, die sich anhand der Unfallzahlen der letzten Jahre aber durchaus belegen l├Ąsst. Immer h├Ąufiger kommt es so auch vor, dass Verkehrsteilnehmer zur MPU wegen Medikamenten m├╝ssen. In diesem Fall lag also ein Missbrauch oder eine falsche Einnahme der Medikamente im Stra├čenverkehr vor. Doch was genau kommt im Falle einer solchen MPU auf mich zu? Und viel wichtiger: Wie komme ich erfolgreich aus der ganzen Sache heraus? Das zeigen wir dir im Folgenden.

MPU wegen Medikamenten

Medikamenteneinnahme im Stra├čenverkehr: Wann droht eine MPU?

Anders als bei einer MPU wegen Alkohol oder MPU wegen Drogen ist es bei einer MPU wegen Medikamenten nat├╝rlich nicht ganz einfach, einen Grenzwert oder ├Ąhnliches zu definieren. Drogen und auch Alkohol ab einer gewissen Menge sind am Steuer schlie├člich untersagt, f├╝r die meisten Medikamente gilt dies allerdings nicht. Sch├Ątzungen zufolge sind in Deutschland gut 60.000 verschiedene Arzneimittel im Umlauf, von denen aber nur knapp 3.000 Auswirkungen auf die Reaktionszeit oder die Wahrnehmung haben. Dennoch gilt: Sollte in Folge von Fahrauff├Ąlligkeiten oder gar eines Unfalls ein Test der Polizei durchgef├╝hrt werden, kann diese anschlie├čend die Fahrerlaubnis entziehen und eine MPU anordnen.

Achtung: Ganz gleich, weshalb du zur MPU musst: F├╝r eine erfolgreiche Teilnahme musst du dich auf die Pr├╝fungen gut vorbereiten ÔÇô und genau daf├╝r empfehlen wir dir w├Ąrmstens unseren Online-Kurs!

MPU wegen Medikamenten: Wie l├Ąuft die medizinisch-psychologische Untersuchung ab?

Das Vorgehen bei einer MPU ist in der Regel immer gleich und es werden verschiedene ÔÇ×StationenÔÇť durchlaufen. Auf diese Art und Weise bekommen die Beh├Ârden und ├ärzte ein vollst├Ąndiges Bild deiner Person und k├Ânnen so entscheiden, ob du erneut f├╝r die Teilnahme am Stra├čenverkehr zugelassen wirst. Im Detail besteht eine MPU aus den folgenden Bestandteilen:

  • Ausf├╝llen der Frageb├Âgen
  • Medizinische Untersuchung
  • Leistungstest/Reaktionstest
  • Verkehrspsychologische Untersuchung

Beim Ausf├╝llen der Frageb├Âgen┬ágeht es vornehmlich darum, Informationen zu deiner Person zu bekommen. Hier musst du also beispielsweise ganz allgemeine Angaben zu dir machen, gleichzeitig aber auch zur Medikamenteneinnahme oder dem Verhalten im Stra├čenverkehr. Deutlich wichtiger ist die medizinische Untersuchung. Hier werden zum Beispiel deine Leberwerte gepr├╝ft, um herauszufinden, ob die Leber durch die Medikamenteneinnahme gesch├Ądigt wurde. Einen Abstinenznachweis Medikamente musst du hier nicht immer erbringen. Immerhin gibt es einige Medikamente, auf die du m├Âglicherweise dringend angewiesen bist. Und sollten diese einfach so abgesetzt werden, k├Ânnte das schwerwiegende Folgen haben.

Weiter geht es zudem mit einem Leistungstest bzw. Reaktionstest, in welchem deine Reaktionsgeschwindigkeit ├╝berpr├╝ft wird. Auch die kann schlie├člich unter der Einnahme von Medikamenten leiden. In der verkehrspsychologischen Untersuchung┬áwerden dir dann in einem Gespr├Ąch und auf Frageb├Âgen noch einmal Fragen zu deinem Verhalten gestellt. Diese Untersuchung dient also vor allem dazu, abschlie├čend zu bewerten, ob sich dein Verhalten ins Positive ge├Ąndert hat.

Gut zu wissen: Die Untersuchungen und Tests in der MPU sind durchaus zeitintensiv. Einstellen kannst du dich also auf eine Dauer von rund 2,5 Stunden.

Mit welchen Kosten f├╝r die MPU muss ich rechnen?

Die genauen Kosten f├╝r die MPU sind nat├╝rlich zum einen vom Vergehen abh├Ąngig, zum anderen aber auch von der zust├Ąndigen Stelle. So musst du neben der Strafzahlung f├╝r dein Vergehen im Stra├čenverkehr Kosten von rund 400 bis 600 Euro f├╝r die Teilnahme an der MPU einplanen. F├╝r die weiteren Tests, den Verwaltungsaufwand und ├Ąhnliche Posten werden noch einmal Kosten erhoben. Unterm Strich kannst du so mit einer Summe von gut 2.500 Euro rechnen, die du bezahlen musst, um deinen F├╝hrerschein nach der MPU wegen Medikamenten wiederzubekommen.

Achtung: Solltest du die MPU nicht bestehen, kannst du zwar direkt einen neuen Anlauf wagen. Die Kosten f├╝r eine erneute Teilnahme musst du aber selbstverst├Ąndlich tragen.

Fazit: MPU meistern ist m├Âglich

Eine MPU wegen Medikamenten durchlaufen zu m├╝ssen, ist mindestens ├Ąrgerlich. Zum einen ist der F├╝hrerschein weg, zum anderen bringt die MPU nat├╝rlich einige Kosten und vor allem Wartezeiten mit sich. Die Beh├Ârden sind bei der R├╝ckerteilung der Fahrerlaubnis enorm gr├╝ndlich und geben dir deinen F├╝hrerschein nur dann zur├╝ck, wenn sie sich vollst├Ąndig sicher sind, dass du auch wieder als sicherer Teilnehmer am Stra├čenverkehr unterwegs sein kannst. Dementsprechend gut solltest du dich auf die Aufgaben und Pr├╝fungen in der MPU vorbereiten, um hier einen m├Âglichst guten Eindruck hinterlassen zu k├Ânnen.


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Bildquellen

  • MPU wegen Medikamenten: Pixabay
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